Spitfire MK IX von Cheng Yang Model Factory – CY Models

In der MFI Ausgabe 10 / 2022 berichtete ich vom Bau einer Spitfire aus einem historischen Kit im Maßstab 1 : 5 von Witt Modellbau aus Rheinsheim. Leider entsprach das Flugverhalten des Modells am Ende nicht meinen Erwartungen. Mir war damals während des Baus eine andere Spit in die Hände gefallen, die ich guter Dinge erst einmal beiseite gelegt hatte. Nach dem Missgeschick mit dem ersten Flugzeug war mir etwas mulmig, wie sich denn der nächste Versuch mit diesem Modelltyp gestalten würde. Von Vereinskollegen wusste ich, dass die Spitfire auch nett zum Piloten sein kann. Bei meinem neuen Projekt handelte es sich um ein Quarter Scale-Modell von CY Models.

Es gab bereits einige Berichte in den Fachzeitschriften und insgesamt wurde zumindest bezüglich des Flugverhaltens kaum etwas bemängelt. Nach dem Sichten des Modells im Hobbyraum schluckte ich ein wenig. Die Abmessungen des Flugzeugs wurden mir jetzt schmerzlich bewußt. Die Tragflächen erinnern mit 1,5 m2 an ein Türblatt, und mit den 2,8 Metern Spannweite ist ein Aufbau und Auswiegen in meiner Werkstatt nicht möglich. Zum Glück habe ich einen Garten und eine Schwerpunktwaage (www.xicoy.com), die das mühelose Auswiegen von Modellen bis 40 kg im aufgebauten Zustand gestattet.

Das zugegebenermaßen exklusive Teil möchte ich nicht mehr missen. Das pneumatische Fahrwerk von CY machte einen stabilen Eindruck. Da ich noch ein paar Modelle mit Luftdruckfahrwerken betreibe, sah ich keine Notwendigkeit auf Elektro umzurüsten. Bei der Suche nach einem Motor schwankte ich zwischen Viertakt-Reihenmotor und Elektrifizierung. Zweitakter sind wegen Lärm und Hochfrequenz bei uns am Platz keine Option. Es gab vor einigen Jahren bereits einen ausführlichen Testbericht zum Modell. Das Fazit des Autors war, dass seine Wahl das nächste Mal statt des verwendeten Zweitakt- Benzinmotors auf die Elektrovariante fallen würde. Nach anfänglichem Zögern entschied ich mich auch für Elektro.

Die Chance, das Modell mit dieser Motorisierung innerhalb eines Jahres fertig zu stellen war realistischer. HobbyKing bot gerade einen Turnigy Roto Max 100 und einen Optoregler mit 250 Ampere an. Der Motor hatte 167 kV und war mit 12 LiPo Zellen bis 170 A Spitzenstrom geeignet. Das sollte eine Eingangsleistung von 6.000 Watt liefern, und dann über 300 Watt / kg Modellgewicht bereitstellen.

Da muss nicht mit Vollgas geflogen werden. Der Vorbesitzer hatte die Tragflächen der Spit von der Folie gestrippt und mit GfK überzogen. Es sah so aus, als wären auch die Verklebungen der Rippen und die Abstützung der Flächenverbinder überarbeitet und verstärkt worden. Man hatte ja nichts Gutes über die Qualität und Stabilität der Tragflächen gehört. Die Aufnahmen für das Einziehfahrwerk waren schon etwas nach vorne erweitert worden und …


Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 12/2022 MFI Magazin.

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