Gerade große Segelflugmodelle erreichen teilweise Flughöhen, in denen es nicht mehr weit bis zur bemannten Luftfahrt ist. Da macht es durchaus Sinn, die Modelle durch Blitzlichter optisch deutlicher sichtbar zu machen. In Österreich ist das beispielsweise sogar zum Teil schon Pflicht. Wolfgang Mache stellt die ASC Safetylight von Thomas Blumenschein vor, die genau diesen Zweck erfüllen sollen.

Um eines gleich vorwegzunehmen: Es geht hier bei den neuen Produkten von ASC nicht um den Ersatz von Positions- oder Navigationslichtern. Diese haben natürlich weiterhin ihre Berechtigung bei den Scale-Modellen. Bei dem neuen ASC Safetylight geht es in erster Linie um die Verbesserung der Sichtbarkeit von Modellen jeder Art in größerer Entfernung. Das bezieht sich nicht nur auf den Modellpiloten, sondern auch auf andere Teilnehmer am Luftverkehr. Und dies scheint immer wichtiger zu werden, denn in einigen Nachbarländern, z. B. in Österreich, ist die Anbringung u. a. von solchen Blitzlichtern bei etlichen Aufstiegsplätzen schon grundsätzlich vorgeschrieben, um überhaupt sein Modell dort starten zu dürfen. Und wenn man dann noch in Höhen ab 120 m über Grund oder oberhalb des Standpunktes des Piloten fliegen möchte, je nach Gewicht des Modells, muss zwingend eine eindeutige Identifikation des Flugmodells gewährleistet sein. Hierzu gehört dann neben anderem ein funktionierendes Anti-Kollisionslicht mit deutlich hell weiß blinkendem Licht, welches an der Rumpfoberseite oder am Leitwerk angebracht ist. Durchaus sinnvoll bei engem Luftraum mit verschiedenen Nutzern. Und man kann wohl auch davon ausgehen, dass solche rechtlichen Voraussetzungen zum Betrieb von RC-Modellen in ganz Europa noch weiter ausgedehnt werden. Die Drohnenproblematik, die Reaktivierung von Tieffluggebieten etc. seien hier nur als zwei Beispiele genannt. Und bei weiteren Vorgaben geht es immer um die Erhöhung der Flugsicherheit, sehr wohl auch für andere Teilnehmer im gleichen Luftraum.

Der Einsatz solcher Blitzlichter im Modell hat aber auch für den Modellpiloten selbst einen beachtlichen Mehrwert. Gerade Seglerpiloten haben sicher schon einmal das unangenehme Erlebnis gehabt, das Modell nicht mehr richtig in seiner Lage oder gar in seiner Position erkennen zu können. Schnell kommt ein Anflug von Panik auf; das Modell war schließlich teuer, mal ganz abgesehen vom Schaden, den es bei unkontrolliertem Flug anrichten kann. Und die Größe eines Seglers spielt dabei keine Rolle, denn der Besenstiel-Zwecksegler gerät genauso außer Sichtweite wie der M 1:2-Großsegler, nur eben in unterschiedlichen Entfernungen. Im Moment freut man sich noch über das fantastische Steigen unter der Thermikwolke; das Modell ist unter der Wolke noch gut zu erkennen. Dann aber muss man irgendwann dort weg und in den wolkenlosen Bereich fliegen, damit es nicht noch …
⇢ Interview mit Thomas Blumenschein und den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 5/2026 MFI Magazin.





